Willkommen bei Oberweis-Online+++Müllabfuhr: +++blaue Tonne und gelber Sack am Frei. 15.06.2018+++graue Tonne: Mittwoch, 19.06.2018+++

Viele Geschichten um die durch Mutter Natur verursachte Hochwasser Katastrophe werden erzählt und das Verhalten von Einsatzkräften und Nachbarschaftshilfe löblich erwähnt. Nur zum Stausee Bitburg, werden viele Negativmeldungen kreiert, nicht zuletzt durch Fake-News die über die sozialen Medien gestreut wurden.

Hierzu sollte man sich überlegen, dass die ganze Situation durch Sintflutartige Regenfälle mit >120 l/qm im oberen Prümtal zu rasch ansteigenden Wasserpegeln von Bächen und der "Prüm" führten. Die Katastrophe entstand schließlich durch die Wasserverursachende Wirkung, vor allen Dingen an den Campingplätzen Waxweiler und Heilhausen. Hier wurden mehr als 30 Wohnwagen einfach von den reißenden Fluten weg geschwemmt. Hinzu ein Gros an Equipment, Holz, Bäume aus den Uferbereichen und vieles mehr. In Flutwellen wurde der ganze Raub der Fluten weitergetragen, Wohnwagen zerschellten an Brückenkörpern und Uferbäumen, die Trümmerteile fanden unaufhaltsam ihren Weg in den mittlerweile reissenden Fluten der Prüm in den Stausee Bitburg. Aufgrund der prekären Situation der angeschwemmten Gegenstände und zur Vermeidung weiterer Schäden durch das Übertreten des Flutschrottes über die Staumauer, was sicherlich zu weiteren Wasserstauungen geführt hätte durch das Trümmermaterial, sah man wohl nur die Möglichkeit den Wasserspiegel des Stausee abzusenken um das angeschwemmte Material an der Staumauer zu bergen.

Ob man den Stausee bereits vorher hätte absenken können, steht nicht in der Kompetenz des Betrachters. Hierzu sind auch Vorschriften zu beachten. Ein Frühwarnsystem gibt es für den Stausee Bitburg nicht. Es können jedoch die Wasserstände an Ein- und Ausgang des See gemessen und erfragt werden. Am Campingplatz Oberweis und weiteren Beobachtungspunkten an der Prüm konnte man viele Teile von geschrotteten Campingwagen und Campingequipment in den Fluten entdecken. Achsen, Gasflaschen, Teile von Kücheneinrichtungen, Kühlschränke. Angeschwemmte Sachen wurden geborgen und mittlerweile per Container entsorgt.

Die Ortsgemeinde, wie auch der Campingplatzbetreiber sehen die gesamte Situation der Stauseeabsenkung eher positiv und hält eine Nichtabsenkung für bedenklich, da es dann zu wahrscheinlich wesentlich höheren Schäden durch angeschwemmtes Holz und Trümmerteile gekommen wäre. Ja und fragen darf man sich auch im Hinblick auf die anderen z.T. sehr schwer betroffenen Gemeinden wie Badem, Dudeldorf, ect. in unserer VG, die keinen Fluss im Dorf haben sind und keinen Stausee vorgeschaltet haben. Eine Naturkatastrophe wie in unserem Fall, ist nicht vorhersehbar und abwendbar. Aber sie sollte uns befleißigen präventiv tätig zu werden, was zu unserem derzeitigen Hochwasserschutzprogramm sehr passend ist. Suchen wir uns also keinen Schuldigen, sondern ergreifen wir entsprechende Maßnahmen, die unsere Hürden bei solchen Naturereignissen tiefer legen.

Die Ortsgemeinde wünscht hier jedenfalls eine Verbesserung des Frühwarnsystems, so wie eine Aufklärung der Gemeinden über das tatsächliche Geschehen um die Stauseeabsenkung, sowie die Entstehung von den Fake-News.