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Ein Bericht zu den Klapperkindern an Karfreitag

heißt es im Kinderlied.

Am vergangenen Sonntag, dem sogenannten "Schäf-Sundich" erfolgte

das "Hüttenbrennen", wobei das Verbrennen des Winters dargestellt wird. 

Eine schöne Tradition, die von den Kindern und Jugendlichen mit Unterstützung

ihrer Väter durchgeführt wird.

 

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Foto: Ernst "Ubi" Keilen, Oberweis

 

Wie in den vergangenen Jahren sammelten die Kinder bereits im Vorfeld fleißig

Reisig und Stroh. Abgeschmückte Weihnachtsbäume waren auch in diesem Jahr

wieder der Renner.

 

Besonders hervor zu heben, dass in Oberweis zwei Hütten gebrannt werden.

Einmal auf "Polier" Seite, zum andern auf der "Doafer" Seite. Der Ehrgeiz besteht

natürlich immer noch darin: Wer das schönste und größte Kreuz aufgestellt hat.

Und, ob es nicht doch beim Aufrichten bricht, worüber bei der Gegenseite dann

natürlich etwas Schadenfreude aufkommt.

 

Aber in diesem Jahr ging alles gut. Es ist immerwieder ein schöner Anblick, wenn

am Abend beide Kreuze in Flammen stehen.

Die älteren Mitbürger behaupten die Theorie, dass je nach Windrichtung der Rauch abzieht,

das Wetter für das kommende Jahr zu prophezeien. 

 

 

Nach rund zwanzig Jahren treuem Dienst, haben der Nikolaus und sein Diener Knecht Rupprecht ihre Bärte an den Nagel gehängt. Grund zum einen gesundheitliche Probleme die genau zum Nikolaustag eine längere Therapie erfordern. Zum anderen familiäre Gründe, weil der Opa auch mal mit seinen Enkeln den Nikolaus erleben möchte. Das sind Gründe, die man akzeptieren sollte.

Beiden hat der Nikolausdienst viel bedeutet und viel Freude bereitet. Viele schöne Geschichten haben sie erlebt. Es war immer wieder schön bei den Familien Einkehr zu halten, den Kleinen über die kleinen Sünden zu berichten, und das sehr maßvoll. Bei Nikolaus und Rupprecht haben die guten Sachen den höchsten Stellenwert eingenommen. Die weniger guten Taten wurden meistens als Beilage aufgeführt. Aber es gab fast immer eine kleine Ansprache an die Erwachsenen, was die Angst der Kinder vor dem oft gefürchteten Besuch von den beiden "Himmelsstürmern" in einem eher humoristischen Finale enden lies. 

Die freundlichen Spenden an die Beiden wurden immer kräftig aufgefüllt und an bedürftige Familien, oder behinderte Kinder, Jugendgruppen ect. weiter gereicht. Das dürften fast 1.000 € sein, die beide in dieser Zeit aus eigener Tasche draufgelegt haben.

Auf diesem Wege möchten sich der Nikolaus und Knecht Rupprecht bei allen Gönnern, Familien, Kindern bedanken für die schöne Zeit und die Spenden. Sie wünschen sich als Nachfolger ein Team das die Gemeinde und die Leute kennt, grundsätzlich lieb und brav gegenüber den Kindern ist, und vielleicht auch ein Herz hat, die Spenden der Jugend oder bedürftigen Kindern zur Verfügung zu stellen. Das sollte allerdings jedem selbst überlassen sein. Auf keinen Fall sollten Leute nach diesem Amt greifen, die gerne mal Kinder erschrecken möchten, denn die Rupprechtzeiten, die beide in ihren Kindertagen erlebt haben, sind vorbei und braucht man nicht.

 

 

Hüttenbrennen

Nachdem wir nun alle auf einen schönen Karneval zurückblicken, die Narren das Regierungszepter unversehrt wieder abgegeben haben, und wir nun hoffentlich den letzten Schnee geräumt haben, schauen wir jetzt in voller Erwartung auf den kommenden Frühling.

Hierzu bereiten wir zunächst dem Winter den Kehraus, indem wir am heutigen Sonntag -dem sogenannten Schaeffsundich den Winter symbolisch verbrennen. Bereits im Vorfeld haben die Jugendlichen fleißig Stroh und ausgediente Tannenbäume gesammelt, das am heutigen Abend zu einem Kreuz zusammengebunden angezündet wird.

In Oberweis immer ein besonderes Spektakel da hier zwei "Hütten" gebrannt werden: die Doafer und die Polier Hütte. Seien wir also auf den Abend gespannt, welche Hütt am schönsten brennt.